Markus Grundtner: Die Dringlichkeit der Dinge

Klappentext:

Mathias steht am Beginn seines Berufslebens, hatte gerade ein Bewerbungsgespräch in einer Wiener Kanzlei. Klaudia steht an einem Wendepunkt: Eigentlich Lehrerin für Italienisch und Latein, wollte sie in Wien als Literaturvermittlerin arbeiten und eine Familie gründen. Bisher hat nichts davon geklappt. Sie, Liebhaberin des Lebens, und er, Getreuer der Gesetze, merken schnell, dass Romantik und Recht sich schwer vertragen, hoffen aber während ihres turbulenten Bemühens umeinander, dass sie als Paar die Ausnahme sind, welche die Regel bestätigt.

Rezension und Fazit:

Markus Grundtner hat mich via E-Mail angeschrieben, ob ich sein Buch rezensieren möchte. Aus folgendem Grund habe ich zugesagt: einerseits, weil ich die E-Mail äußert nett und charmant, sowie gut über mich recherchiert gefunden habe. Zweitens weil ich seit mehr als 15 Jahren in der EDV von Rechtsanwälten tätig bin und mir der Klappentext zu dem Buch sehr gut gefallen hat. Ich will der Sicht eines Anwalts auf den Grund gehen und meine entstandenen Eindrücke über Beruf und Personen verifizieren.

Die Geschichte rund um den Rechtsanwaltsanwärter und seiner unabsichtlich getroffenen Liebe ist nett. Als Erstlingswerk sehr gut. Die Kapitel sind in Paragraphen unterteilt, die das Lesen mit deren Bedeutung vereinfachen. Die Personen sehr realitätsnahe gezeichnet. Der österreische, zukünftige Anwalt und die italienische Lehrerin.

Einige Gedankengänge von Mathias konnte ich nicht nachvollziehen und aus meiner beruflichen Laufbahn wäre mir auch noch kein so gesetzestreuer und gesetzesbesessener Konzipient aufgefallen. Aber von der Zeichnung des Charakters auf alle Fälle gut. Den Chef von Mathias hätte ich anders dargestellt, auch das Kanzleileben ist ein wenig zu kurz gekommen.

Viele der juristischen Begriffe, wie z.B. LU, sind zwar in dem Buch beschrieben, aber ich denke mir bei LeserInnen, die mit diesen nicht vertraut sind könnte die Geschichte hier ins Stocken kommen.

Zusammengefasst ein gutes Buch, das ich sicherlich meinen KollegInnen „borgen“ werde.

Das Buch bringt mir EUR 2,50 für mein SUB Glas.

Author: Ilse

Schreibe einen Kommentar